Grüner Stadtrat über den Bürgermeister:
„Ein freiwilliger Rückzug aus dem Amt wäre eine Lösung“

Ein Leserbrief vom Stadtrat Eckart Paetzold (Bündnis 90 / Die Grünen, auf dem Foto oben) zum Thema Fluktuation und Krankmeldungen im Altdorfer Rathaus. Der Anlass ist die Kündigung des Leiters des Stadtbauamts noch in der Probezeit.

Wieder einmal wirft in Altdorf ein Stadtbaumeister das Handtuch. Nach kurzen Gastspielen von Lydia Kartmann und Alexandra Reinhard verlässt nun auch Christian Konerth die Stadtverwaltung; und dies innerhalb der Probezeit. Damit wird die Unruhe im Amt noch verstärkt. Bevor an eine Wiederbesetzung zu denken ist, sollte offen und ehrlich über Ursachen dieser Entwicklung gesprochen werden.

Schon seit längerem häufen sich im Altdorfer Rathaus Krankmeldungen, Kündigungen und Schwierigkeiten bei der Besetzung offener Stellen. Rückfragen bei Betroffenen ergeben einen eindeutigen Befund:  Die Art und Weise wie das Amt geführt wird, ist für viele unerträglich. Dies bezieht sich in erster Linie auf den Chef der Stadtverwaltung. Klima und Arbeitsleistung der Behörde leiden darunter. Dies bleibt auch den Bürgern nicht verborgen.

Leider gibt es in Bayern fast keine Möglichkeiten auf den Bürgermeister Einfluss zu nehmen. Ein freiwilliger Rückzug aus dem Amt wäre eine Lösung. Doch ist dies sehr unwahrscheinlich. Ansonsten bleibt nur die Hoffnung auf die Nachfolge. Da bitte ich die Altdorfer Bürgerinnen und Bürger bei der nächsten Wahl besonders auf die Eignung des Kandidaten zu achten, mit Menschen umzugehen und zu führen. Nur bei einem guten Betriebsklima kann die Stadtverwaltung dem Bürger gute Dienste anbieten. Mir ist bewusst, dass dies Thema heikel ist. Doch fühle ich mich aus der Fürsorgepflicht gegenüber unserem Rathauspersonal dazu veranlasst, auf Missstände hinzuweisen.

Eckart Paetzold

Stadtrat Altdorf

Bündnis 90 / Die Grünen

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