Antwort des Citymanagers auf den Artikel „Rückblick: 6 Monate City-Management Altdorf“

Nachdem ich letzte Woche hier meine Eindrücke zur Arbeit des City-Managements in Altdorf veröffentlicht habe, bat mich Citymanager Thomas Oppelt heute um die Veröffentlichung seines Antwortschreibens. Diese Antwort ändert allerdings nichts an meiner Meinung: nur ein durchgeführtes Unternehmerfrühstück als einziges Projekt in sechs Monaten (für Kosten von deutlich über 10.000 Euro) ist zu wenig. Ein Dialog oder irgendeine Kommunikation mit Bürgern findet nicht statt. Und ob Nachhilfe bei der Schaufensterdekoration für Altdorfer Geschäftsleute (brauchen die das?) unsere Stadt wirklich weiterbringt, bezweifle ich auch. Es gäbe weitere Kritik an dieser Antwort, aber darauf möchte ich jetzt verzichten. Hier also sein Antwortschreiben:

Sehr geehrter Herr Lamprecht,

soeben habe ich Ihren Artikel vom 30.01.2018 bezüglich der Arbeit des Citymanagements („Rückblick: 6 Monate City-Management Altdorf  Spoiler: Viele Tausend Euro für wenig…“) auf der von Ihnen privat betriebenen Website www.altdorfonline.de gelesen, den Sie zudem auf der von Ihnen betriebenen Facebook- Seite „Altdorf Online“ geteilt haben. Erlauben Sie mir zu diesem bitte ein paar klärende und richtigstellende Anmerkungen.

Wenn Sie schreiben, dass Ihnen bezüglich der Arbeit des City-Managements „von Mitgliedern des Stadtrats (…) geraten (wurde), hier lieber nicht nachzufragen bzw. zu berichten“, kann ich von meiner Warte aus dazu nur anmerken, dass dies für mich nie ein Problem darstellte und auch Bürgermeister Erich Odörfer diesbezüglich keinerlei Einwände hat. Ganz im Gegenteil stehe ich gerne zu einem Dialog über meine Arbeit als Citymanager für Altdorf zur Verfügung. Das Citymanagement lebt schließlich davon, dass die Bürgerinnen und Bürger Altdorfs sich aktiv einbringen und in einen Dialog mit mir und der Stadt treten. Allerdings dauerte dieser Dialog in unserem Fall am 23.01.2018 lediglich ein paar Minuten, in welchen ich Ihnen in der Kürze der Zeit darzulegen versuchte, dass das Citymanagement einen jährlichen Tätigkeitsbericht verfasst, der dann selbstverständlich öffentlich einsehbar sein wird. Da ich zum 1. August 2017 meine Tätigkeit in Altdorf aufgenommen habe, wird der Tätigkeitsbericht folglich zum 1. August 2018 vorliegen.

Der im Laufe unseres recht kurzen Gesprächs bei Ihnen scheinbar entstandene Eindruck, in Altdorf passiere nichts Konkretes, täuscht. Ganz im Gegenteil freuen wir uns, dass wir den Altdorferinnen und Altdorfern in der nächsten Zeit ein breites Angebot an Veranstaltungen anbieten können. Zum Thema „Schaufenster- und Ladengestaltung“ etwa wird am 14. März 2018 ab 19.30 Uhr im Sitzungssaal der Sparkasse Altdorf ein Impulsvortrag Nicole Dietrichs von der Firma Sichtbar[keit] aus Nürnberg stattfinden, den wir zusammen mit AltdorfAktiv und der Stadt Altdorf organisiert haben. Frau Dietrich war bereits für renommierte Firmen wie Douglas, Villeroy & Boch sowie Adidas im Bereich Warenpräsentation und Gestaltung tätig, zählt aber auch viele kleine und mittelständische Unternehmen zu ihrem Kundenstamm. Im Anschluss an den Impulsvortrag werden mit den Anwesenden das Interesse an der Teilnahme eines ein- bis zweitägigen Intensivworkshops diskutiert, sowie mögliche Termine mit Frau Dietrich abgeklärt. Dank der Bezuschussung durch den Projektfonds „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“ kann dieser Workshop sehr kostengünstig angeboten werden, um möglichst vielen Unternehmerinnen und Gewerbetreibenden die Teilnahme zu erleichtern.

Das nächste Unternehmerfrühstück ist ebenfalls bereits in Planung und wird am 17. April 2018 ab 07.00 Uhr unter dem Thema „Veranstaltungen und Events als Instrument der Kundenbindung“ stattfinden. Momentan bin ich in Kontakt mit mehreren möglichen Referentinnen und Referenten, eine Einladung an die Gewerbetreibenden mit näheren Informationen wird demnächst per E-Mail erfolgen.

Bezüglich der Überarbeitung der Website InAltdorf stehe ich seit längerem in intensivem Kontakt und engem Austausch mit dem Offenen Wirtschafts- und Kundenforum AltdorfAktiv, das diese Seite betreibt, sowie mit dem Entwickler der Website. Sobald die konzeptionellen und organisatorischen Vorarbeiten abgeschlossen und Kosten- und Zeitaufwand absehbar sind, wird das Gesamtkonzept der Lenkungsgruppe, welche unter anderem aus Vertretern der Jugendarbeit, des Seniorenbeirats, der Gewerbetreibenden und aus Stadtratsmitglieder besteht, vorgelegt, die dann darüber entscheidet, ob und in welchem Umfang das Citymanagement Arbeitszeit in dieses Projekt investiert, wofür ich mich stark machen werde.

Darüber hinaus stehe ich in Kontakt mit dem Arbeitskreis Kunst in Altdorf, der für diesen Sommer eine Kunstaktion in der Innenstadt plant, bei welcher ich ihn tatkräftig organisatorisch unterstützen werde. Ein wichtiger Teil meiner gegenwärtigen Tätigkeit besteht zudem in der Recherche neuer Trends und Möglichkeiten der Innenstadtentwicklung und –belebung, sowie der Aufbereitung der gesammelten Informationen, um hieraus neue Projektideen zu entwickeln und Entwicklungsimpulse zu setzen. Für all diese Projekte führe ich viele und intensive Gespräche mit verschiedenen Personen, Institutionen und Behörden, recherchiere Themen, bereite diese auf, organisiere Räumlichkeiten und koordiniere Projektschritte, kläre offene Finanzierungsfragen und eruiere weitere Fördermöglichkeiten. All das nimmt Zeit in Anspruch, zumal auch nicht immer bei jedem Thema Einigkeit unter allen beteiligten Akteurinnen und Akteuren herrscht, so dass auf die Koordination und Vermittlung unterschiedlicher Interessen und gegenläufiger Positionen auch noch einiges an Aufwand verwendet werden muss.

All das bereitet mir sehr große Freude, da ich genau wie Sie in meiner Arbeit von einem starken Idealismus geprägt und von dem hohen Potenzial Altdorfs absolut überzeugt bin. Dieses möchte ich gemeinsam mit den Altdorferinnen und Altdorfern zum Wohl der Gemeinde voll ausschöpfen. Gleichzeitig muss ich leider Ihren und meinen Enthusiasmus, so schwer es mir (und Ihnen sicher auch) fällt, insofern mit einem gerüttelten Maß an Realismus herunterkühlen, als innerhalb eines halben Jahres eine Innenstadt einfach nicht komplett umgekrempelt werden kann. Das sollte und wird uns aber ganz bestimmt nicht davon abhalten, weiter gemeinsam an der Zukunft Altdorfs zu arbeiten und die Stadt voranzubringen. Ich freue mich wie gesagt jederzeit über konstruktive Dialoge und bin für jede und jeden, die sich für die Entwicklung der Altdorfer Innenstadt einbringen möchten, gerne zu erreichen.

Die von Ihnen im Artikel erwähnten zwei Stunden, die ich im Büro in Altdorf im Kulturrathaus arbeite (ich vermute, dass Sie sich auf die auf der Website angegebene Zeit Dienstag, 10.00 bis 12.00 Uhr beziehen) sind in der Tat genau dafür reserviert. Hier biete ich die Möglichkeit eines offenen Gesprächstermins an, zu dem jeder herzlich eingeladen ist, ohne Voranmeldung vorbeizukommen. Ich möchte Sie daher dazu ermuntern, diese Gelegenheit wahrzunehmen, damit ich Ihnen in aller gebotenen Zeit die laufenden Projekte des Citymanagements zum Wohle Altdorfs näher erläutern kann und wir uns dazu austauschen können. Selbstverständlich kann man mich auch außerhalb dieser Zeit im Büro antreffen, bezüglich eines Gesprächstermins außerhalb der angegebenen Zeiten kann man also auch jederzeit gerne auf mich zukommen. Sollte ich nicht im Büro sein, bin ich dank Rufumleitung auf mein Mobiltelefon telefonisch unter der Nummer 09187/807-2000 und zudem auch stets über Mail (citymanager@altdorf.de) erreichbar. Ich freue mich auf die weitere Zusammenarbeit und verbleibe bis dahin

 

Mit freundlichen Grüßen

Thomas Oppelt

Citymanagement Altdorf b. Nürnberg

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